Vita

 

Ich, Karsten Holland, bin ein 1969 geborener Widder. Ich habe zwei Söhnen und eine Tochter das Leben geschenkt. Für mich das Größte.

Aufgewachsen in der ehemaligen DDR, im lauschigen Thüringen, erlernte ich den Beruf des Zootechniker / Mechanisators. Folgen sollte ein Fachstudium in Veterinärmedizin, bis hin zum Tierarzt – Was folgte war die Wende und somit eine, in kürzester Zeit komplett veränderte und grundsätzlich erst einmal vernichtete Infrastruktur im Osten. Da die Zeit der blühenden Landschaften noch in weiter Ferne lag – Ich meine junge Familie aber zu versorgen hatte – begann ich eine berufliche Odyssee. Im Jahr 1998 endete meine Odyssee, damals als Dachdecker, erst einmal abrupt ... mit einem tiefen Fall ...

Schon komisch, was einem auf einer Strecke von 8 Metern, bei einer Erdbeschleunigung von 9,81 m/s², so alles durch den Kopf geht?! Durch den Sturz aus hoher Höhe, mit einhergehender Rückenverletzung war meiner Reisefreiheit, zumindest vorerst, ein jähes Ende gesetzt. Ich bekam Zeit, viel Zeit, um mich mit mir und einem neuen beruflichen Kurs zu beschäftigen. Am Ende stand der Entschluss und die Möglichkeit für eine berufliche Neuorientierung. Da zu diesem Zeitpunkt mein Rücken einfach nicht aufhören wollte sich permanent an den Tiefflug zu erinnern, gedachte ich, das Ganze körperlich etwas ruhiger anzugehen. Ich entschied mich für eine Ausbildung zum Mediengestalter. Zum einen war ich durch Jobs während meiner Odyssee im Bereich EDV schon vorbelastet. Zum anderen fand ich zu dieser Zeit auch die deutsche Medienlandschaft nicht sehr erbauend. Ein Beruf, in dem man seine Medien selbst- bzw. mitgestalten kann? Doch eine coole Idee? Nun kann ich dies zwar – Im Fernsehen läuft allerdings immer noch der gleiche Schrott ...

Soviel zur Theorie und Einleitung. Nun folgt der praktische Teil.

Nach der Beendigung meiner der Ausbildung zum Mediengestalter, Fachrichtung »PrePress / Bildbearbeitung«, im Jahre 2000 im BfW Bad Pyrmont, sammelte ich erste Berufserfahrungen in einer Berliner Werbeagentur. Das Erstellen von Flyern, Visitenkarten, Logos, Plottarbeiten, Beklebung von Fahrzeugen, Schaufenstern und Leuchtkästen gehörte zu meinen täglichen Aufgaben. Obwohl dies nicht meiner Fachrichtung »PrePress« entsprach war ich glücklich über diese Erfahrung. Ich profitiere noch heute in vielfältiger Weise von den gemachten Erfahrungen.

Mit einigem Rüstzeug und jeder Menge Ideale fing ich 2002 in der Berliner Druckerei Primus Solvero Digital Publishing GmbH als verantwortlicher Operator in der Druckvorstufe an. Einer Verlagsdruckerei mit Hauptaugenmerk im Bereich Buchdruck. Zu meinen Aufgaben gehörte das Setzen von Büchern, Broschüren und Periodikas für Verlage. Kunden waren unter anderem der Akademie Verlag, der Metropolverlag, der VWB Verlag für Wissenschaft und Bildung und der VDE Verlag. Die komplette Druckvorstufe befand sich zu dieser Zeit im Wechsel von analoger Reproduktion auf Computer to Plate (CtP). Dadurch lernte ich Prozesse nicht nur als Anwender kennen, sondern erwarb mir eine Fülle an zusätzlichen Wissen und Zusammenhängen. Durch die Pflege und einem regen Erfahrungsaustausch innerhalb aller Bereich der Druckerei erweiterte ich meinen Know-how weit für den reinen PrePress-Bereich hinaus. Dem harten Marktdruck der damaligen Zeit im Bereich Buchdruck war allerdings die Firma nicht gewachsen, was letztendlich zur deren Insolvenz führte.

Nach einem kleinen Zwischenstopp bei der IHK, zum Erwerb einen Ausbilderscheines, wechselte ich zu der "altmann-druckerei GmbH" in Berlin-Köpenick. Neben dem Universum Verlag zählte der Liberal Verlag zu den Hauptauftraggebern im Bereich Satz und Broschürenproduktion. Für die FDP wickelten wir einen Großteil der Printmedien für Bundes-, Landes- und Europawahlkämpfe ab. Wenn man in Betracht zieht, was bei solchen Wahlkampfaktionen über die Druck-Presse läuft und die Druckvorstufe aus zwei Mitarbeitern bestand, kann man sich annähernd vorstellen wie der Tagesablauf aussah. Da lautet das Motto: »Extrem gut organisiert und strukturiert vorgehen«. Für die Geschäftsjahre 2005 - 2007 erstellte ich den ausführlichen Geschäftsbericht der FDP. Medienproduktion und Gestaltung von Flyern, Plakaten und Geschäftsunterlagen kam ebenfalls nicht zu kurz. In beiden Firmen, Primus Solvero und altmann-druck, erstellte und pflegte ich die Firmenwebseiten. Meinen Kenntnisstand im Bereich Druckvorstufe, CtP und Colormanagement konnte ich stetig erweitern und verfüge über ein qualifiziertes und spezialisiertes Fachwissen in diesen Bereichen.

Auf Dauer war mir die konservative »PrePress« allerdings medientechnisch zu einseitig. Ich suchte neue Kanäle, Perspektive und Blickwinkel – gerade im Bereich neue Medien. Aus diesem Grund trat ich ab 2008 eine neue Stelle als Mediengestalter bei einem großen Internet-Druckdienstleister an. Eine Fülle an neuen Aufgaben und Wissensbereichen ... Systemdevelopment Auftragsbearbeitungssoftware und Produktverwaltung, Social Media Manager und Leader Qualitätsmanagement, Mitarbeit in der Auftragsbearbeitung und dem Support, bei Produkteinführungen und deren Verwaltung, im Reklamationsmanagement, dem Digitaldruck und jede Menge projektorientiertes Arbeiten.

Vor ca. zwei Jahren wechselte ich zum Erfinder des "local branding"-Konzeptes. Dieses Konzept verbindet Markenbetreiber über den Kanal "Internet" mit ihren lokalen Fachhändlern und gewährleistet diesen dadurch einen professionellen Auftritt auf dem Markt. Das schafft für beide Partner, der Marke und dem Fachhändler, eine Win-Win-Situation. Meine Part ist die Leitung und aktive Mitarbeit in der PrePress-Abteilung.

Übrigens, als Ausbilder bildete ich seit nunmehr 10 Jahren junge Menschen in dem Beruf des Mediengestalters aus.

Ende praktischer Teil. Folgt das Schlusswort ...

In wenigen Branchen geht die heutige Entwicklung so rasant einher, wie der Medienbranche. Vor ca. 15 Jahren stand ich noch auf Dächern. Vor 11 Jahre erlebte ich den Wechsel von analoger Filmbelichtung hin zur direkten Plattenbelichtung. Ich war an der Einführung des Datenübertragungsformates PDF beteiligt. Erlebte, erlernte und benutzte aktive Colormanagement und setzte Standards in den Unternehmen durch. Vor 7 Jahren war ich bei der Einführung der prozesslosen Druckplatten dabei ...
Heute erleben wir eine neue Revolution: Den wachsenden Wechsel im Bereich des Publizieren vom Papier hin zum Digital Publishing. Ich bin dabei. In meiner Branche heißt es Schritt zu halten und kein Abstand entstehen zu lassen. Mediengestalter ist ein Beruf, der vor allem Herzblut für die Traditionen der »Schwarzen Kunst«, Mut zur Veränderung und dem stetigen Willen zum Lernen voraussetzt. Mir macht dies Spaß und ... ich hab noch jede Menge Lust auf Neues.

Euer

Karsten Holland

Coburg, den 02.03.2017

 

 

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